Es ist neun Uhr morgens, wir packen das Auto für unsere Kurzreise an die Ostsee. Hovawarthündin Kaya hat mit dem untrüglichen Gespür der Hunde schnell erfasst, dass es gleich um einen Abschied gehen wird. Die alles entscheidende Frage: Darf sie mitfahren – wohin auch immer – oder muss sie die Stellung mit einer netten Betreuungsperson zu Hause halten?

Vorsichtshalber legt sie sich direkt in den Weg, so dass Koffer, Körbe und Taschen über sie hinweggehoben werden müssen. Dann ihr Hundebett: Es wird in den Kofferraum bugsiert, darunter noch Decken zur besseren Polsterung gelegt. Und schon wird sie von zwei Armpaaren gepackt und in den Wagen gehoben…

Ostsee

…knapp 280 Kilometer sind von Potsdam nach Prerow an die Ostseeküste. Die Halbinsel mit ihren Gebieten Fischland, Darß und Zingst ist schön, so schön, dass sie sich in die Seele einzubrennen scheint, wer sie einmal gesehen hat. Wasser, Wellen, der weitläufige Strand, die Küstenwälder, die Wiesen, der Himmel, die Wolken, der Horizont und das Licht – eine beeindruckende, oft urwüchsig anmutende Landschaft.

Während der Autofahrt erinnere ich mich, wie wir als Kinder in Wettstreit verfielen, wenn wir an die Nord- oder westlichen Ostseestrände kamen. Wer sieht das Meer zuerst, diesen Streifen aus magischem Blau, der je nach Lichtverhältnissen, Wolken, Temperatur und Bodentiefe unterschiedlich schimmert?

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Claudia sieht das Meer zuerst. Allerdings ist sie die Strecke von Potsdam über Rostock, Warnemünde oder über Ribnitz-Damgarten Richtung Fischland schon häufiger gefahren als ich und weiß genau, wann es am Horizont blau zu leuchten beginnt. Wir entschließen uns, zwischen Wustrow und Ahrenshoop zu halten und das Meer zu begrüßen.

Wir gehen den Kiefernweg, dessen Boden schon aus feinem Strandsand besteht, hinauf und zögern diesen Moment hinaus, in dem sich die Dünen öffnen und den Blick auf das Meer freigeben. Fast ergriffen schauen wir auf das Wasser, das bis zum Horizont reicht und dort vom Himmel berührt zu werden scheint.

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Kaya stapft durch den Sand und läuft ins Meer, überrascht, dass sich die kleinen Wellen vor ihr zurückziehen, um sie dann wieder zu locken…wir geben ihr Wasser zu trinken, damit sie nicht noch mehr Meerwasser schluckt und kehren zum Auto zurück.

Fünf Tage liegen vor uns, in denen wir lange Strandgänge unternehmen, uns Zingst, Ahrenshoop und Wustrow anschauen werden und auf den Tagesausklang warten, weil dann die untergehende Sonne den Himmel in ein orangenes Farbenspiel der Superlative verwandelt.

Als wir uns am letzten Tag von der Küste verabschieden, weiß ich, dass diese wenigen Tage mir nicht ausreichen. Ich möchte diese eindrucksvolle Landschaft intensiver erleben, noch besser kennenlernen, das Wechselspiel aus Licht und Farben in allen Jahreszeiten bewundern dürfen. Kaya hat es auch sehr sehr gut gefallen.

Im 2. Teil meines Reiseberichtes geht es unter anderem um eine leckere Fischsuppe und andere Erlebnisse in unserer Urlaubswoche.

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