Leuchtturm Hiddensee

Heute liegt der Leuchtturm Dornbusch unter Wolken. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die 102 Stufen des fast 28 Meter hohen Wahrzeichens von Hiddensee zu nehmen und auf der Aussichtsplattform den fantastischen Rundblick zu genießen.

Der Leuchtturm wurde in den Jahren 1887-1888 erbaut und zwischen 1927 und 1928 noch einmal umgebaut, nämlich mit einem Stahlmantel versehen. Jeden Tag versah ein Leuchtturmwärter hier seinen wichtigen Dienst und beendete ihn 1998 als letzter Leuchtturmwärter Deutschlands. Über 45 Kilometer strahlt das Licht auf die Ostsee und bietet Schiffen die nötige Orientierung.

Seit 1994 ist der Leuchtturm nun für Besucher zugänglich – und davon macht fast jeder, der über die Fähre nach Hiddensee kommt, Gebrauch. Der Leuchtturm, der weithin sichtbar ist, wirkt auf Touristen wie ein Magnet. Jeder möchte einmal in seiner Nähe gewesen sein, ihn von unten nach unten betrachtet und am besten noch bestiegen haben. Denn der gigantische Ausblick auf die offene See entschädigt für die über 100 Stufen, die je nach Kondition und Verfassung etwas anstrengend sein können.  

2023 wurde der Leuchtturm zuletzt modernisiert, 390.000 Euro sollen die Arbeiten gekostet haben. Doch wer auf der Aussichtsplattform steht und die Boddenlandschaft, die Insel und das offene Meer vor sich ausgebreitet liegen sieht, vergisst wahrscheinlich Daten und Fakten, weil das visuelle Erleben im Vordergrund steht.

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